Der Blog bin ich

Interglazial: Wir räumen unseren Blog auf

Waaah, *coole* Überschrift! *frier* Denn, was hab ich gerade bei Sookie gelernt? Zwischenüberschriften müssen her! Und da soll bitteschön ein — nein DAS — Keyword drin enthalten sein. Und, errätst du, was das heutige Tagesspecial ist? Genau, der Blog oder besser noch: das Bloggen an und für sich! Hurra!

(Keyword? Etwa wie in … SEO??) Jetzt fragst du dich vielleicht, ob ich einen an der (Eis-)waffel habe und ob ich meine Mama mit dem Mund küsse, der solche Wörter sagt. („S-E-Ooo … S-E-Ooo … S-E-Ooo …!“) Aber du müsstest mich doch ein bisschen kennen inzwischen und wissen, dass ich mir für keinen Mist zu schade … ach so, nee, du kennst mich ja womöglich noch nicht — und genau deshalb mach ich das hier ja gerade. *Glühbirne. Blink.*

Ich sag’s mal wie es ist: Mit meinem Blog stimmt was nicht. Der ist krank. Der zieht die falschen Besucher an. Besucher, die sich gar nicht für meine Inhalte interessieren, sondern für anderer Leute Inhalt. Oder dafür, wie sie selbst Inhalt erstellen. Letzteres ist ja fein und dandy, schließlich habe ich die entsprechenden Beiträge als Hilfestellung geschrieben. Aber es ist nicht Sinn der Übung, wenn sich Besucher danach nicht weiter bei mir umsehen. Dieser Blog mit dem schönen Namen mindfull soll ja vor allem ein Schaufenster für meine literarische Arbeit sein. Für meine Bücher!

Also läuft da was schief bei der Blogger-Leser-Kommunikation. Und da ich bekanntlich nur mich selber ändern kann — setze ich bei meiner Arbeit an. Zurück auf die Schulbank und lernen: Was will ich eigentlich erreichen und wie geht das? So ein Lernprozess braucht seine Zeit und daher nehme ich mir die auch. Mein Blog ist mein virtuelles Zuhause und ich möchte es mir darin gemütlich machen. Dazu gehört eine ansprechende Einrichtung, funktionale Geräte und gutes Werkzeug. An dieser Stelle könnte ich jetzt was von Themes und Plugins schwadronieren, aber das überlasse ich denen, die sich das zum Blog-Thema gesetzt haben. Mein Thema sind meine Bücher. Nicht aus den Augen verlieren *notier*.

Und was hat der Blog jetzt mit einem Interglazial zu tun?

Ha, das ist mein verspätetes Winter-Sonnenwende-Geschenk an mich. (Ich hätte jetzt auch jedes andere denkbare Fest nehmen können, aber das wirklich Wichtige ist: Es wird wieder heller!!!) Vor ein paar Wochen hatte ich nämlich schon mal Anlauf zu diesem Blog-Post genommen und dabei diesen hübschen Absatz verfasst:

Für einen Frühjahrsputz ist es trotz milder Außentemperaturen so rein kalendarisch noch etwas zu früh. Mit einem jähen Kälteeinbruch spätestens im Februar ist ja immer zu rechnen. War bisher zumindest so — im Zuge der Klimaerwärmung bleibt das in diesem Jahr noch abzuwarten.

Ha, und was soll ich sagen? Tadaaa! 😀

Auch außerhalb der kalten Jahreszeit ist das Wetter ja immer für Überraschungen gut und es bleibt spannend, wann und wie lange die warmen Intermezzi stattfinden. für eine Zwischeneiszeit reicht es aber allemal. (Und damit wir jetzt nicht durcheinander kommen: Eine Zwischeneiszeit (= Interglazial) bezeichnet eine warme Periode zwischen zwei Eiszeiten, nicht etwa umgekehrt, wie der Name vermuten lassen könnte 🙂 -> s. Wikipedia)

Abgesehen davon, dass ich damit bedingt unterschwellig klarstellen konnte, dass ich den Klimawandel für eine (durchaus bedrohliche) Realität halte, fröne ich meinem Assoziationsfetisch und kriege dennoch gerade noch so die Kurve: Kein Frühjahrsputz, aber trotzdem wird der Blog aufgeräumt. In den vergangenen Tagen und Wochen hat sich schon einiges hier auf mindfull verändert, was dir vielleicht erst auf den zweiten Blick auffällt: Einige Beiträge fehlen, ebenso einige Menüpunkte. Minimalismus im Blog oder meinetwegen auch Feng Shui.

Erst mal alles raus!

Das hat mehrere Gründe: Zum einen beobachte ich seit einiger Zeit, dass sich hier vor allem Bots tummeln, die fleißig indizieren oder sonst irgendwie messen und einkategorieren — allein dem Buchabsatz hilft es nicht. Und diese meine Homepage, dieser mein Blog sind meine Webpräsenz als Autorin! Schwärme von Bots sind in gewissen Grenzen ganz witzig, aber nicht Sinn der Sache. Fehlende Interaktion der Leser lässt auf mangelnden Mehrwert der Beiträge schließen.

Natürlich finden sich neben den Bots auch wirkliche Leute hier ein. Ein Großteil landete aber regelmäßig gezielt auf (veralteten) Interviews mit Kollegen bzw. meinen Vorlagen zum Erstellen von eBooks. Ohne ansonsten auch nur einen Blick auf meine sonstigen Beiträge zu werfen geschweige denn, einen Kommentar dazulassen. Nun bin ich zwar von Natur aus altruistisch geprägt — aber nicht masochistisch. In erster Linie richte ich mich hier an meine Leser, Freunde und Unterstützer.

Die Schreibtipps und eBook-Vorlagen sind noch da, aber zurzeit nur für mich sichtbar. Ob das nun der letzte Ratschluss ist, lasse ich offen. Um meine Schreibtipps für Bauchschreiber tut es mir leid. Die hole ich vielleicht demnächst wieder aus dem Kämmerchen, staube sie ein bisschen ab und setze sie an die Sonne. Was die Vorlagen angeht — man wird sehen.

Mein Blog — Meine Bücher

„Hallo, ich heiße Joey Schaefers, ich bin Autorin und ich sabbel gern.“ Will heißen, die Gefahr ist groß, vor lauter bloggen mein Ziel aus den Augen zu verlieren: dich für meine Romane zu begeistern. Und was noch viel schlimmer ist: Ich vernachlässige womöglich das Schreiben von Romanen! Das braucht nämlich auch seine Zeit. Mehr als man manchmal meint (Alliteration kann ich auch, yay! O.o) und deshalb folgt sogleich der zweite Teil der Aufräumarbeiten: Revision.

Namentlich zweier Reihen, die ich unter Pseudonym begonnen habe. Die werden zurzeit überarbeitet und zu gegebener Zeit mit jeweils einem ersten Folgeband neu erscheinen. Zu diesem Schritt habe ich mich entschlossen, nachdem mir klar wurde, dass jeder Krise eine Chance innewohnt. Fehlende Sichtbarkeit bedeutet auch Abwesenheit von äußerem Druck. Sobald man sich als Autorin mit seinen Werken in die Öffentlichkeit wagt, pfeift einem da draußen ein ganz schön steifer Wind ins Gesicht. Im warmen und geschützten Umfeld bei mir zuhause haben meine Projekte und ich als Autorin dagegen Zeit uns zu entwickeln. So liebe ich mein Interglazial.

Rechts in der Seitenleiste findest du im Moment daher nur mehr fünf meiner bisher sieben Romane (die Graphic Novel ‚Nat & Joey‘ eingeschlossen). Die Krimi-Reihe und die SF-Trilogie machen eine Kur. Außerdem gibt es dann zu gegebener Zeit ein weiteres Bonbon für dich, meine geneigte Leserin — aber das ist noch geheim 😉

Wir lesen uns!

7 Comments

  1. Jaaa, Sookie ist ansteckend. Aber schön, von deinem Frühjahrsputz zu lesen, meine Liebe!
    SEO und Co. sind ja leider unerlässlich geworden 🙁
    Wünsche dir viel Erfolg mit dem neuen Konzept und werde das mit den Zwischenüberschriften demnächst auch mal testen.
    Liebe Grüße,
    Larissa

    1. Huhu Larissa,

      willkommen auf meinem Blog! 😀

      Geht wahrscheinlich irgendwie auch ohne SEO (sogar ganz ohne bloggen), aber schwierig. Am Ende macht es vielleicht sogar mehr Arbeit, als *es* einfach zu tun 😀

      Liebe Grüße,
      Sabine

  2. Yeah! „Du kannst nie wissen, wen du inspirierst!“ Clint Eastwood hat das gesagt. Cool, nä? Und ich muss gestehen, ich bin jetzt mit einem breiten Grinsen durch diesen Artikel gejagt, weil er mit so bannich viel Schmackes geschrieben ist, dass er einfach Spaß macht. Da hab ich ganz vergessen, darauf zu achten, ob und auf was er optimiert ist! 😀 Also, die Kommunikation mit dem Leser hat bombig funktioniert!

  3. Nat

    Ich frag mich grad nicht, ob du einen an der Waffel hast 🙂 Ich frag mich atens wer oder was ein SEO ist und zweitens hab ich das jetzt schon ergurgelt:)

    Ich hab kein SEOdingens und brauch auch keines, ich schreibsel einfach vor mich hin und so einigen Leuten gefällt das und die, denen das irgendwie zusagt, werden von alleine immer mehr.
    Ich hab auch weder Plan noch Ziel, so blogtechnisch gesehen.
    Aber gut das du aufräumst, wurde auch mal Zeit:)

    Die Frage, die mich jetzt umtreibt ist, wieviele Aufrufe pro Tag oder Woche oder wasauchimmer ist denn das Ziel? So PImalDaumen? Oder kann man Erfolg oder Nichterfolg eines Blogs irgendwie anders messen?

    1. Äh, da erwischst du mich jetzt gerade ganz kalt (minus 3 Grad aktuell, behauptet mein Handy) … Erfolg im Autorenblog wäre wohl mittel- und langfristig, wenn die Blogleser sich auch für die Bücher interessieren. Ganz kurzfristig natürlich, wenn sich spontan Kommentare einfinden — das rettet mir schon ab und an den Tag 🙂

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